Pflegeleistung im Überblick

Informationen zum Pflegegrad

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Erläuterung der Module

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Mobilität Körperliche Beweglichkeit: z. B. aufstehen vom Bett und in das Wohnzimmer gehen, fortbewegen innerhalb des Wohnbereichs, Treppensteigen.

Verhaltensweisen und psychische Problemlagen „schwieriges“ Verhalten und Handeln: z. B. Unruhe in der Nacht oder Ängste und Aggressionen, die für sich und andere belastend sind, Abwehr pflegerischer Maßnahmen.

Kognitive und kommunikative Fähigkeiten Verstehen und reden: z. B. Orientierung über Ort und Zeit. Sachverhalte und Informationen begreifen, Risiken erkennen, andere Menschen im Gespräch verstehen.

Alltagsleben und soziale Kontakte z. B. den Tagesablauf selbständig gestalten und mit anderen Menschen in direkten Kontakt treten können.

Krankheits- oder therapiebedingte Anforderungen z.B. Selbständiges Einnehmen von Medikamente, die Blutzuckermessung selbst durchführen und deuten zu können, gut mit einer Prothese oder dem Rollator zurechtkommen, den Arzt selbständig aufsuchen können.

Selbstversorgung z. B. selbstständiges Waschen und Ankleiden, Essen und Trinken, selbständige Benutzung der Toilette.

Pflegegrad 1

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Seit der Umstellung auf Pflegegrade ist es grundsätzlich einfacher geworden als pflegebedürftig eingestuft zu werden. Umfängliche Pflegeleistungen der gesetzlichen Versicherung werden grundsätzlich für Pflegebedürftige ab dem Pflegegrad 2 gewährt. Voraussetzung für den Pflegegrad 1 ist, dass eine „geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit“ besteht sowie eine Mindestanzahl von 12,5 Punkten bei der Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen. Personen, die dem Pflegegrad 1 zugeordnet sind, erhalten gewisse Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung mit dem Ziel, die Selbständigkeit und Mobilität zu erhalten oder wiederherzustellen und eine schwerere Pflegebedürftigkeit zu vermeiden. Mit einem Entlastungsbeitrag von monatlich 125 Euro kann beispielsweise eine Einkaufshilfe oder Haushaltshilfe  engagiert werden, die schwere Einkäufe oder anstrengende Hausarbeiten übernimmt.

Pflegegrad 2

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Bei Personen, die den Pflegegrad 2 erhalten, wurde eine „erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten“ festgestellt und bei der Begutachtung zwischen 27 und 47,5 Punkten ermittelt. Hierzu zählen zum Beispiel Personen mit einer Demenz im Anfangsstadium. Innerhalb des gewohnten Umfeldes finden die Personen über einige Stunden allein zurecht, benötigen jedoch Unterstützung bei der Tagesstrukturierung und dem Vorbereiten von Mahlzeiten. Insbesondere bei krankheitsbedingten Anforderungen besteht ein hoher Unterstützungsbedarf, wie beispielsweise bei der Medikamentengabe, Arztbesuche. Ab dem Pflegegrad 2 zahlt die gesetzliche Versicherung ein monatliches Pflegegeld. Die Höhe ist abhängig davon, ob die pflegebedürftige Person zu Hause oder stationär betreut wird.

Pflegegrad 3

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Für die Einstufung in den Pflegegrad 3 sind „schwere Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten“ Voraussetzung. Dies können zum einen schwere motorische Einschränkungen sein, dass den Betroffenen zum Beispiel das Stehen und Gehen schwer fällt oder ihre Arme nicht ausreichend benutzen können. Mittels Hilfsmitteln können sie sich jedoch im begrenzten Umfang bewegen und finden mehrere Stunden allein zuhause zurecht. Zum anderen werden Personen mit Demenzerkrankungen oder geistiger Behinderung dem Pflegegrad 3 zugeordnet. In diesem Fall ist für die meiste Zeit am Tag ein Pflege- bzw. Betreuungsperson notwendig, die im Alltag unterstützt. Neu ist seit dem 1. Januar 2017, dass an Demenz erkrankte Personen, die vorher die bisherigen Pflegestufen 1 oder 2 erhielten, in den Pflegegrad 3 eingestuft werden. Voraussetzung für den Pflegegrad 3 ist, dass durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen im Prüfverfahren zwischen 47,5 und weniger als 70 Punkten ermittelt wurden.

Pflegegrad 4

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Im Pflegegrad 4 werden der pflegebedürftigen Person „schwerste Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten“ bescheinigt. Dieser Personenkreis wurde bei der Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen mit einer Punktzahl von 70 bis unter 90 bewertet.

Pflegegrad 5

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Beim 5. und höchsten Pflegegrad wurden in der Begutachtung „schwerste Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung“ festgestellt (ab 90 bis 100 Gesamtpunkte). Personen, die dem Pflegegrad 5 zugeordnet werden, weisen einen sehr hohen Hilfebedarf mit ganz besonderen Anforderungen an die Versorgung auf. Hierzu gehören beispielsweise Menschen im Wachkoma oder Personen, die aufgrund von starken Kontrakturen immobil sind.

Informationen zum Pflegegeld

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Was ist Pflegegeld ?

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Unter Pflegegeld versteht man eine monatliche Sozialleistung der Pflegeversicherung für anerkannt Pflegebedürftige, die sich zu Hause von Angehörigen, Bekannten oder Freunden pflegen oder betreuen lassen. Mit diesem Pflegegeld, für selbst beschaffte Hilfe, können sie den Aufwand und den Einsatz von pflegenden Angehörigen, Bekannten oder Freunden für ihre tägliche häusliche Pflege und Betreuung entlohnen. Die Höhe des Pflegegeld richtet sich maßgeblich nach dem festgestellten Pflegegrad.

Pflegegrad 1

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Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 sind lediglich gering in ihrer Selbstständigkeit beeinträchtigt. Das befugt diese Pflegebedürftigen gemäß des Pflegestärkungsgesetz 2 nicht dazu, eine ambulante Geldleistung zu beziehen. Allerdings haben sie Anspruch auf einen zweckgebundenen ambulanten Entlastungsbetrag von 125 Euro monatlich seitens der Pflegeversicherung (§45b SGB XI).

Dieser Entlastungsbetrags kann, für zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungenverwendet werden. Die Leistungen dürfen ausschließlich von Anerkannten und Qualifizierten Leistungserbringen erbracht und mit der Pflegekasse abgerechnet werden.

Pflegegrad 2

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Den Pflegegrad 2 erhalten Personen vom MDK (Medizinischen Dienst), wenn bei der Begutachtung mindestens 27 bis <47,5 Punkte anerkannt werden. Dies entspricht einer erheblichen Beeinträchtigung der Selbstständigkeit. Dieser Personenkreis erhält monatlich 316,00 Euro Pflegegeld zur selbst beschafften Hilfe.

Pflegegrad 3

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Den Pflegegrad 3 erhalten Personen vom MDK (Medizinischen Dienst), wenn bei der Begutachtung mindestens 47,5 bis < 70 Punkte anerkannt werden. Dies entspricht einer schweren Beeinträchtigung der Selbstständigkeit. Dieser Personenkreis erhält monatlich 545,00 Euro Pflegegeld zur selbst beschafften Hilfe.

Pflegegrad 4

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Den Pflegegrad 4 erhalten Personen vom MDK (Medizinischen Dienst), wenn bei der Begutachtung mindestens 70 bis < 90 Punkte anerkannt werden. Dies entspricht einer schwersten Beeinträchtigung der Selbstständigkeit. Dieser Personenkreis erhält monatlich 728,00 Euro Pflegegeld zur selbst beschafften Hilfe.

Pflegegrad 5

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Den Pflegegrad 5 erhalten Personen vom MDK (Medizinischen Dienst), wenn bei der Begutachtung mindestens 90 bis 100 Punkte anerkannt werden. Dies entspricht einer schwersten Beeinträchtigung mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung. Dieser Personenkreis erhält monatlich 901,00 Euro Pflegegeld zur selbst beschafften Hilfe.

Informationen zu Pflegesachleistungen

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Leistung der Pflegedienste

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  • körperbezogene Pflegemaßnahmen wie etwa Körperpflege, Ernährung, Förderung der Bewegungsfähigkeit
  • pflegerische Betreuungsmaßnahmen, zum Beispiel Hilfe bei der Orientierung, bei der Gestaltung des Alltags oder auch bei der Aufrechterhaltung sozialer Kontakte
  • häusliche Krankenpflege nach § 37 SGB V als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung wie zum Beispiel Medikamentengabe, Verbandswechsel, Injektionen
  • Beratung der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen bei pflegerischen Fragestellungen, Unterstützung bei der Vermittlung von Hilfsdiensten wie Essensbelieferung oder Organisation von Fahrdiensten und Krankentransporten

Pflegegrad 1

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Mit einem Entlastungsbeitrag von monatlich 125,00 Euro können Pflegesachleistungen in Anspruch genommen werden. Die Leistung wird dem Pflegebedürftigen in Rechnung gestellt und er kann über seine Pflegekasse eine die 125,00 Euro zur Verrechnung in Anspruch nehmen.

Pflegegrad 2

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Pflegesachleistung in Höhe vom 698,00 Euro

Pflegegrad 3

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Pflegesachleistung in Höhe vom 1298,00 Euro

Pflegegrad 4

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Pflegesachleistung in Höhe vom 1612,00 Euro

Pflegegrad 5

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Pflegesachleistung in Höhe vom 1995,00 Euro

Informationen zu Verhinderungspflege

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Voraussetzungen

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Gründe für die Inanspruchnahme der Verhinderungspflege können verschiedene sein. Die Verhinderungspflege kann durch Abwesenheit der Pflegeperson wegen Urlaub, Krankheit, Rehamaßnahmen etc. beantragt werden.

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:

  • Es muss mindestens der Pflegegrad 2 vorliegen
  • Der zu Pflegende muss durch eine private Pflegeperson (Angehörige, Freunde) mindestens 6 Monate zuvor betreut worden sein.

Leistung Verhinderungspflege

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Für alle Personen und gewerblichen Dienstleister außer Verwand oder Verschwägert bis zum 2. Grad, zahlt die Pflegekasse 1.612,00 Euro. Verwand oder Verschwägert bis zum 2. Grad erhalten max. das 1,5 fache des Pflegegeld in dem jeweiligen Pflegegrad.
Der Pflegekasse ist zur Abrechnung der Verhinderungspflege die Belege über die erbrachten Zeiträume vorzulegen.

Verhinderungspflege mit Kurzzeitpflege umwidmen
Für die Verhinderungspflege kann 50 % der Kurzzeitpflege in die Verhinderungspflege umgewidmet werden.  Somit würde sich der bereitgestellte Betrag für die Verhinderungspflege von 1.612 €uro um 806,00 Euro (50 % der Kurzzeitpflege) auf 2.418 €uro erhöhen.

Informationen zu Kurzzeitpflege

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Voraussetzungen

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Anspruch auf Kurzzeitpflege haben alle Pflegebedürftigen Personen ab einen Pflegegrad 2 bis 5. Personen mit dem Pflegegrad 1 können lediglich als Selbstzahler zur Kurzzeitpflege. Die Pflegekasse über nimmt die Pflegebedingten Aufwendungen ab dem Pflegegrad 2.

Leistung Kurzzeitpflege

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Die Kurzzeitpflege ist auf eine Dauer von 56 Tage und 1612,00 Euro im Jahrbeschränkt, für diese Zeit übernehmen die Pflegekassen die Kosten einer stationären Unterbringung. Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege können kombiniert werden. Wenn Sie nicht die gesamten sechs Wochen der Verhinderungspflege aufgebraucht haben, können Sie die verbleibende Zeit für eine Ausdehnung der Kurzzeitpflege umwidmen. Die Kurzzeitpflege können Sie mit solchen Restkontingenten auf bis zu acht Wochen ausweiten, so dass Ihnen für die verlängerte Pflege 3.224,00 Euro zur Verfügung stehen.

Informationen zu Entlastungsleistungen 

Leistung im Überblick

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Mit den Entlastungsleistungen können folgende Leistungen mit der Pflegekasse abgerechnet werden:

Mit dem Pflegestärkungsgesetzt zum 01.01.2015 hat jeder Pflegebedürftige Anspruch auf Entlastungsleistungen in Höhe von 125,00 Euro monatlich. Dieser Betrag spart sich monatlich an wenn er nicht oder nur teilweise genutzt wird. Nicht verbrauchte Beträge verfallen zum 30.06. des Folgejahrs.

0421 – 17303518

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